Ratgeber
Autoaufbereitung digitalisieren: von Zettel und WhatsApp zur Software
Von GlanzDigital ·
Am Anfang reichen ein Block, WhatsApp und eine Rechnungsvorlage. Mit jedem Kunden mehr wird es unübersichtlicher. Hier geht es darum, wie du den Schritt zur Software machst, ohne deinen Betrieb dafür eine Woche stillzulegen.
Woran du merkst, dass es Zeit wird
- Du suchst Telefonnummern und Kennzeichen im WhatsApp-Verlauf.
- Du weißt nicht genau, welche Rechnungen noch offen sind.
- Termine stehen an drei Orten: Kalender, Zettel und Kopf.
- Du schreibst dieselben Nachrichten jeden Tag neu.
- Am Monatsende sortierst du Belege für den Steuerberater.
- Ein Mitarbeiter fragt dich ständig, welches Auto als Nächstes dran ist.
Wenn du dich in drei oder mehr Punkten wiedererkennst, kostet dich die Zettelwirtschaft schon jetzt Zeit, die du lieber am Auto verbringen würdest.
Was du digitalisieren solltest und was nicht
Digitalisieren heißt nicht, dass alles kompliziert wird. Es geht darum, die Dinge an einen Ort zu bringen, die du jeden Tag brauchst:
- Kunden und Fahrzeuge mit Telefonnummer, Kennzeichen und Verlauf
- Termine und Aufträge mit Status
- Annahme- und Übergabeprotokolle mit Fotos
- Angebote, Rechnungen und offene Posten
- Nachrichten an Kunden mit festen Texten
Was nicht digital sein muss: deine Arbeit am Auto. Eine Software sollte dir dort nicht im Weg stehen. Wenn du für jede Kleinigkeit fünf Felder ausfüllen musst, nutzt du sie nach zwei Wochen nicht mehr.
Worauf du bei einer Software achten solltest
Diese Fragen helfen dir beim Vergleich, egal welchen Anbieter du dir ansiehst:
- Ist die Software für Fahrzeugaufbereitung gemacht, mit Kennzeichen, FIN und Fahrzeugen pro Kunde?
- Läuft sie gut auf dem Handy, nicht nur am PC?
- Gibt es ein Annahmeprotokoll mit Fotos und Unterschrift?
- Wie laufen Nachrichten an Kunden? Über deine eigene WhatsApp-Nummer oder über einen kostenpflichtigen Dienst?
- Kann sie E-Rechnungen als ZUGFeRD oder XRechnung erstellen?
- Gibt es einen Export für den Steuerberater, zum Beispiel DATEV?
- Kostet jeder weitere Nutzer extra? Gibt es eine Einrichtungsgebühr?
- Ist sie monatlich kündbar?
- Wo liegen deine Daten, und gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Schritt für Schritt umstellen
Woche 1: Leistungen und Preise
Leg zuerst deine Leistungen mit Preisen an. Das ist die Grundlage für Aufträge und Rechnungen. Wie du die Preise sauber rechnest, steht im Ratgeber Preise in der Autoaufbereitung kalkulieren.
Woche 1: Neue Kunden direkt in der App
Übertrag nicht alle alten Kunden auf einmal. Leg ab sofort jeden Kunden, der kommt, in der App an. Nach ein paar Wochen sind deine wichtigsten Kunden ganz von allein drin.
Woche 2: Annahme und Rechnung
Mach jede Annahme in der App und schreib jede Rechnung daraus. Ab jetzt laufen Rechnungsnummern an einem Ort.
Woche 3: Nachrichten und Termine
Stell deine Terminbestätigungen und Fertig-Meldungen auf feste Texte um. Ab dann sparst du dir das tägliche Tippen.
Danach: Händler und Team
Wenn der Alltag läuft, holst du Autohäuser ins Portal und gibst Mitarbeitern eigene Zugänge.
Häufige Fehler bei der Umstellung
- Alles auf einmal wollen: Fang mit Kunden, Aufträgen und Rechnungen an.
- Doppelt führen: Wenn du Zettel und App parallel nutzt, verlierst du die Übersicht. Entscheide dich.
- Zu viele Funktionen buchen, die du nicht brauchst: Fang klein an und erweitere später.
- Das Team nicht mitnehmen: Zeig Mitarbeitern kurz, wie Annahme und Fertig-Meldung gehen.
So hilft GlanzBüro beim Umstieg
GlanzBüro ist für genau diesen Schritt gebaut. Beim ersten Login legst du einmal deine Leistungen an, danach geht es los. Für einen neuen Kunden reichen Nachname und Handynummer, den Rest füllt der Kunde über einen Link selbst aus. Es gibt keine Einrichtungsgebühr, alle Pakete sind monatlich kündbar, und du kannst klein mit Start anfangen und später auf Basis oder Pro wechseln. Wenn du dir erst alles zeigen lassen willst, buchst du eine kostenlose Live-Demo.
Mehr zu den einzelnen Bereichen: Fahrzeugannahme mit Fotos, WhatsApp für Aufbereiter und Rechnungsprogramm für Fahrzeugaufbereiter. Alle Funktionen im Überblick findest du bei der Software für Fahrzeugaufbereiter.
Datenschutz nicht vergessen
Sobald Kundendaten in einer Software liegen, gilt die DSGVO. Das klingt kompliziert, ist im Alltag aber überschaubar. Achte darauf, dass dein Anbieter dir einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gibt und sagt, wo die Daten gespeichert werden. Speichere nur, was du wirklich brauchst. Und gib Mitarbeitern nur Zugriff auf das, was sie für ihre Arbeit brauchen.
Ein Vorteil gegenüber WhatsApp-Chats und Zetteln: In einer Software liegen die Daten an einem Ort, geschützt durch ein Passwort, und nicht verteilt auf private Handys und Notizblöcke.
Was die Digitalisierung kostet und bringt
Eine Software kostet Geld, meist als monatliches Abo. Rechne dagegen, wie viel Zeit du heute mit Suchen, Abtippen und Nachfragen verbringst. Wenn du am Tag nur eine halbe Stunde sparst, sind das im Monat rund zehn Stunden, die du am Auto arbeiten oder für dich nutzen kannst. Mit deinem Stundensatz kannst du ausrechnen, was das wert ist.
Dazu kommen Dinge, die sich schwer in Geld messen lassen: weniger vergessene Rechnungen, weniger Streit um Schäden dank Protokoll, mehr Stammkunden durch Erinnerungen und ein besseres Bild bei Autohäusern.
Häufige Fragen
Muss ich alle alten Kunden übertragen?
Nein. Leg neue Kunden direkt in der App an, die wichtigen alten Kunden kommen mit der Zeit von selbst dazu.
Wie lange dauert die Umstellung?
Die Grundlagen stehen an einem Tag. Bis alles zur Gewohnheit wird, solltest du zwei bis drei Wochen rechnen.
Brauche ich dafür einen Computer?
Nicht unbedingt. Eine gute Software für Aufbereiter läuft auch komplett am Handy.
Was kostet eine Software für Aufbereiter?
Das ist je nach Anbieter verschieden. Achte auf Kosten pro Nutzer, Einrichtungsgebühren und Kündigungsfristen.
Wird auf GlanzBüro-Abos Umsatzsteuer berechnet?
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.
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Die Software für Fahrzeugaufbereiter, ab 19,99 € im Monat, monatlich kündbar.
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

